Warum erkranken immer mehr Kinder an Leukämie?

  Sep 12, 2024

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Leukämie ist eigentlich Blutkrebs, also ein bösartiger Tumor, der im Blut und im blutbildenden System auftritt. Die Krebszellen bei Leukämiepatienten sind abnorme weiße Blutkörperchen, die sich im Knochenmark, in der Milz und in anderen blutbildenden Geweben vermehren und ansammeln, was zu einer Abnahme der Anzahl normaler Blutkörperchen führt und eine Reihe abnormer Symptome auslöst.

Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation gibt es in China jedes Jahr etwa 85.404 neue Fälle von Kinderleukämie, was der 14. Krebserkrankung überhaupt entspricht. Bei Kindern unter 15 Jahren gibt es jedes Jahr 1-15000 neue Fälle, von denen 95 % auf akute Leukämie bei Kindern zurückzuführen sind. Weltweit tritt jeder fünfte Fall von akuter lymphatischer Leukämie in China auf.

Die Pathogenese der Leukämie ist derzeit noch nicht vollständig verstanden, man geht jedoch allgemein davon aus, dass eine Kombination aus genetischen und Umweltfaktoren eine Rolle spielt.

Erstens besteht im Hinblick auf genetische Faktoren bei Kindern mit genetischen Syndromen wie dem Trisomie-21-Syndrom und der Neurofibromatose Typ 11 ein erhöhtes Risiko, an Leukämie zu erkranken.

Langfristiger Kontakt mit bestimmten Chemikalien, wie etwa bei Arbeitern in Chemie- und Schuhfabriken, die hohen Benzolkonzentrationen ausgesetzt sind, erhöht für diese Personengruppe das Leukämierisiko. Wenn das frisch renovierte Haus zudem nicht gut belüftet ist, kann das Vorhandensein übermäßiger Chemikalien wie Formaldehyd, Benzol, Radon, Ammoniak usw. auch zu Entwicklungsstörungen bei Föten und Kindern führen. Das von einigen Dekorationsmaterialien freigesetzte Formaldehyd und Benzol kann zum Auftreten von Leukämie führen.

Ionisierende Strahlung ist auch einer der Faktoren, die Leukämie verursachen können. In Japan beispielsweise gab es nach der Atombombenexplosion einen deutlichen Anstieg der gemeldeten Leukämiefälle in der Region.

Schließlich besteht bei manchen Kindern ein enger Zusammenhang zwischen Leukämie und bestimmten Virusinfektionen. Nach der Infektion des Wirts kann das T-Zell-Leukämievirus das karzinogene Potenzial von Onkogenen aktivieren und so Leukämie auslösen.

2, Experte: Über 80 % der Kinderleukämien können geheilt werden

Beeinflusst durch Stereotypen aus Filmen und Fernsehsendungen der Vergangenheit assoziieren viele Menschen Leukämie mit einer Sackgasse, doch die meisten Fälle von Leukämie bei Kindern können geheilt werden. Zheng Huyong, Chefarzt des National Children's Medical Center, erklärte, dass Leukämie die häufigste Tumorart bei Kindern sei und 30 % aller bösartigen Tumoren ausmache.

Etwa 70 % aller Leukämiefälle entfallen auf die akute lymphatische Leukämie, bei der durch eine multidisziplinäre Kombinationsbehandlung eine Heilungsrate von nahezu 90 % erreicht wird; bei der akuten nicht-lymphatischen Leukämie liegt die Heilungsrate durch Behandlung bei über 90 %; außerdem gibt es etwa 20 % refraktäre rezidivierende Leukämien, bei denen durch Behandlung eine hohe Überlebensrate erreicht wird.

Insgesamt gesehen ist Leukämie keine Sackgasse und in über 80 % der Fälle kann man durch eine Behandlung heilen.

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